Erfahrungsberichte von Betroffenen
Wir bieten innerhalb des Projektes an, dass Betroffene selbst in Schulen auftreten, um von ihrem Alltag und ihren Erfahrungen mit einer Beeinträchtigung zu berichten.
Wie läuft die Organisation eines Erfahrungsberichts ab?
Lernen durch Begegnung
Das Projekt ermöglicht den Besuch von Menschen mit Beeinträchtigungen in Schulen, um die Schülerinnen und Schüler für Vielfalt und Inklusion zu sensibilisieren.
Diese Einsätze werden in Zusammenarbeit mit Procap Schweiz und dem Projekt «Mal seh’n» organisiert. Nach der Vorführung eines kurzen Einführungsvideos teilen die Moderatorinnen und Moderatoren ihren Alltag mit den Schülerinnen und Schülern und beantworten deren Fragen in einem offenen Austausch, der gegenseitiges Verständnis fördert.
Die Personen, die das Projekt «Mal seh’n» durchführen, leben selbst mit einer Behinderung: Sehbehinderung, Hör- oder Bewegungsbeeinträchtigung, Trisomie 21 oder Autismus-Spektrum-Störung. In den Vorstellungen erklären sie die täglichen Herausforderungen, denen sie begegnen, sowie die Fähigkeiten und Mittel, die ihnen helfen, diese zu überwinden. Anschliessend beantworten sie die Fragen der Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel:
- Welche Fähigkeiten und Bedürfnisse haben Menschen mit Behinderung?
- Wie sieht der Alltag aus, wenn bestimmte Funktionen nicht zugänglich oder eingeschränkt sind?
- Welche Voraussetzungen sind notwendig, um eine echte Integration zu ermöglichen?
Der direkte Kontakt mit unseren Moderatorinnen und Moderatoren ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Ängste abzubauen und Vorurteile zu überwinden – und legt so den Grundstein für gegenseitiges Verständnis und Respekt.
Die Erfahrungsberichte können in Klassen von maximal 25 Schülerinnen und Schülern stattfinden. Eine Begleitperson von Procap Schweiz übernimmt die Vorführung des Films vor Ort sowie den Transport der Moderatorin oder des Moderators. Die Lehrpersonen bleiben während der gesamten Sitzung im Klassenzimmer.
Unterrichtsmodul
Die Erfahrungsberichte können in viele Bereiche des Lehrplans integriert werden: Natur, Mensch, Gesellschaft, Ethik, Gemeinschaft, Lebenswissenschaften.
Wie viel kostet es?
Für öffentliche Schulen werden die Vorstellungen von Procap sowie von der Stiftung Emera finanziert und sind daher für die Schulen kostenlos. Da diese Einsätze grösstenteils durch Spenden ermöglicht werden, ist jede finanzielle Unterstützung herzlich willkommen. Vielen Dank von Herzen!
Sich anmelden?
Die Anmeldungen erfolgen über die Stiftung Emera. Die Lehrpersonen können ihre Präferenzen bezüglich der Art der behandelten Beeinträchtigung sowie der gewünschten Termine angeben.

